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Bad Bank

18. August 2022
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Bad Bank

Bei einer Bad Bank handelt es sich um eine Zweckgesellschaft privater Kreditinstitute zur Auslagerung fauler, d.h. mit hohem Ausfallrisiko behafteter Wertpapiere und Schuldverschreibungen. Das Ziel einer Bad Bank besteht darin, dass private Kreditinstitut von schlechten

(engl. „bad“) Wertpapieren zu entlasten um damit die eigene Bilanz zu bereinigen, so dass die Bad Bank eine mögliche Insolvenz der Geschäftsbank verhindern soll. Umgangssprachlich werden Bad Banks auch als Giftmülldeponien oder Schrottplätze bezeichnet, da die Bad Bank toxische (giftige), oder wertlose Zertifikate verwaltet.

Eine Bad Bank unterscheidet sich von üblichen Geschäftsbanken auch dadurch, dass eine Bad Bank keiner Bankenlizenz bedarf, da sie keine gewöhnlichen Bankgeschäfte tätigt. So vergibt eine Bad Bank z. B. keine Kredite, noch nimmt eine Bad Bank  Einlagen von Sparern entgegen. Im Zuge der jüngsten Finanzkrise ist die Idee der Bad Bank u.a. in Deutschland wiederbelebt worden.

Historische Beispiele des Bad Bank Modells finden sich in Schweden und den USA, aber auch in Deutschland hat es bereits Bad Banks gegeben. Die gesetzliche Grundlage für die Umsetzung einer Bad Bank ist im „Gesetz zur Fortentwicklung der Finanzmarktstabilisierung“ geregelt. Darin wird die Funktionsweise von Bad Banks reglementiert.

Vereinfacht gesagt, kauft die Bad Bank dem (eigenen) Kreditinstitut die „faulen“ Wertpapiere ab. Im Gegenzug erhält die Privatbank von der Bad Bank eine Schuldverschreibung. Für die von der Bad Bank herausgegebene Schuldverschreibung haftet der Staat. Das Prinzip der Bad Bank entlastet die Privatbanken, die für vergebene Kredite eine bestimmte Menge Eigenkapital vorhalten müssen, welche sie sonst an die Realwirtschaft weiter verleihen könnten.

Kritiker der Bad Bank monieren, dass das Konzept der Bad Bank komplizierter und risikoreicher als andere Modelle zur Bankenrettung sind und das Bad Banks dazu dienen Verluste und Risiken der „Schrottpapiere“ an Dritte weiterzugeben, während die zuvor mit den „Schrottpapieren“ erwirtschafteten Gewinne bei den Privatbanken verbleiben.

 

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