Anzeige

Rechtsschutzversicherung-Berlin-Versicherungsmakler-Berlin-Rechtsschutz-vergleichen-abschliessen-Agentin-Andre-Boettcher
Home 9 Expertenbeitrag 9 Bei rot fahren und Linksabbieger

Bei rot fahren und Linksabbieger

18. August 2022
Generic selectors
Exact matches only
Search in title
Search in content
Post Type Selectors
finanzlexeintrag
urteileintrag
verslexeintrag
expertenbeitrag
tippeintrag
experte
glossareintrag

Übersicht

030.56 555 940

Makler-Service

Referenzen

Versicherungen

Vorsorge

Verbrauchertipps

Finanzlexikon

Urteile

Übersicht

Bei rot fahren und Linksabbieger

Der Kläger fuhr bei Grün in die Kreuzung ein und wollte dort als Linksabbieger in die C-Straße abbiegen. Aus der entgegengesetzten Richtung kam ihm der Beklagte zu 1) mit seinem Fahrzeug entgegen und beide Fahrzeuge kollidierten auf der Kreuzungsmitte. Der Beklagte zu 1) überfuhr dabei zu einem Zeitpunkt die

Lichtzeichenanlage, als sie mindestens schon längere Zeit Gelb anzeigte. Das OLG Frankfurt hatte in seinem Urteil vom 05.04.2011 (Az.: 22 U 67/09) über die Haftungsverteilung bei dieser Konstellation zu entscheiden. Es kam hier zu einer Haftung von je 50%. Dem Kläger sei ein Verstoß gegen § 9 Abs. 3 StVO zur Last zu legen. Dieser hätte als Linksabbieger entgegen- kommende Fahrzeuge durchfahren lassen müssen.

Diese Verpflichtung gelte unabhängig davon, ob das Fahrzeug des Beklagten zu 1) bei Rot gefahren sei oder nicht. Denn der Kläger haben nicht darauf vertrauen können, dass die Ampel für den Beklagten zu 1) bereits Rot war. Dies habe er tatsächlich nicht sehen können.

Der danach bestehende Verstoß gemäß § 9 Abs. 3 StVO sei aber nicht allein unfallverursachend gewesen. Zu Lasten des Beklagten zu 1) sei zu berücksichtigen, dass dieser gegen § 37 Abs. 2 StVO verstoßen habe, indem er das gelbe oder sogar das rote Licht nicht ausreichend beachtet habe.

Auch bei gelbem Licht hätte er vor der Kreuzung auf das nächste Zeichen, nämlich Rotlicht, warten müssen. Der Senat billigte dem Kläger außerdem den Gesamtbetrag für die Einholung des Sachverständigengutachtens zu, obwohl er lediglich Anspruch auf 50 % des ihm entstandenen Schadens hatte.

Die Richter begründeten diese Entscheidung wie folgt:

Eine Quotierung solcher Schadensfeststellungskosten könne nur dann in Betracht kommen, wenn der Geschädigte die Möglichkeit habe, diese Kosten entsprechend der späteren gerichtlichen Quotierung zu begrenzen, mithin bei korrekter Einschätzung der Haftungsquote nicht auf einem Teil des Schadens sitzenbleiben zu müssen.

Dies würde dem das Schadensrecht beherrschenden Grundsatz der Differenzbetrachtung widersprechen, nämlich dass der Geschädigte so gestellt werden muss, wie er ohne den Unfall gestanden hätte.

Eine solche Handhabung sei für den Geschädigten unmöglich. In der Praxis seien die vom Geschädigten aufzuwendenden Kosten die gleichen, ob er mithaftet oder ob der Gegner alleine haftet. Das Sachverständigenhonorar richte sich nahezu ausnahmslos nach der Schadenshöhe, also dem Wiederbeschaffungswert oder den Reparaturkosten.

Der Geschädigte habe nicht die Möglichkeit, den Sachverständigen zu bitten, lediglich einen Teilprozentsatz seines Schadens zu schätzen.

Dies wäre auch der falsche Weg, da es für eine Quotierung nicht auf einen Teil des Schadens, sondern auf den gesamten Schaden ankommt und lediglich die Haftungsverteilung eine Korrektur vornimmt.

Auch im Fall einer Haftungsverteilung sei der Geschädigte deshalb darauf angewiesen, den Gutachter anzuweisen, den gesamten Schaden aufzunehmen, der letztlich zur Grundlage der Schätzung und Haftungsverteilung gemacht wird.

Damit seien auch im Falle der Haftungsverteilung die Sachverständigen-kosten insgesamt erforderlich, um den Schaden festzu-stellen; auch eine Verletzung der Schadensminderungspflicht des Geschädigten sei nicht feststellbar.

Kategorieübersicht des Experten Janke und Kloth

Erbrecht

Reiserecht

Familienrecht

Weitere Beiträge der Experten:  » Janke und Kloth    » Unternehmensprofil

Auffahrunfall im Ausland

Auffahrunfall im Ausland

Wenn es hinten kracht, gibt es vorne Geld. Das stimmt auch meistens, weil der Auffahrende den Beweis des ersten Anscheins bei einem typischen Geschehensablauf gegen sich hat, dass er entweder ...
Beschaffenheitsvereinbarung oder Wissensmitteilung?

Beschaffenheitsvereinbarung oder Wissensmitteilung?

Häufig werden beim Autokauf Standardverträge verwendet. In den Verträgen sind dann auch Erklärungen z.B. zur Laufleistung, zu Unfallschäden oder zur Anzahl der Vorbesitzer enthalten.Bei der ...
Betriebsgefahr und Richtgeschwindigkeit

Betriebsgefahr und Richtgeschwindigkeit

Nach dem Motto "Freie Fahrt für freie Bürger" wird die Richtgeschwindigkeit von 130 km/h auf deutschen Autobahnen gerne überschritten. Schließlich hat man nicht umsonst einiges in einen ...
Das Fahrrad und der Zebrastreifen

Das Fahrrad und der Zebrastreifen

Fußgängerüberwege werden häufig als Zebrastreifen bezeichnet. Wer mit seinem Fahrrad über einen Zebrastreifen radelt und dabei von einem Auto erfasst wird, wird bei der Geltendmachung von ...
Das umgekippte Motorrad

Das umgekippte Motorrad

Viele vermeiden es, ihr Auto neben einem geparkten Motorrad abzustellen. Meist aus Angst, dass dieses umfallen und ihr Auto beschädigen könnte und den damit verbundenen Unannehmlichkeiten. Was ...
Der Idealfahrer und ein Aufschiebeunfall

Der Idealfahrer und ein Aufschiebeunfall

Auch ein Idealfahrer muss im fließenden Verkehr nicht jeweils einen solch großen Abstand zu dem vorausfahrenden Fahrzeug halten, dass er auch für den Fall, dass ihm ein beliebig schweres ...
Auffahrunfall im Ausland

Auffahrunfall im Ausland

Wenn es hinten kracht, gibt es vorne Geld. Das stimmt auch meistens, weil der Auffahrende den Beweis des ersten Anscheins bei einem typischen Geschehensablauf gegen sich hat, dass er entweder nicht den nötigen Sicherheitsabstand eingehalten oder seine Fahrgeschwindigkeit nicht der Verkehrssituation angepasst oder falsch reagiert hat. Auf den in Deutschland zugelassenen Pkw der späteren ...
Beschaffenheitsvereinbarung oder Wissensmitteilung?

Beschaffenheitsvereinbarung oder Wissensmitteilung?

Häufig werden beim Autokauf Standardverträge verwendet. In den Verträgen sind dann auch Erklärungen z.B. zur Laufleistung, zu Unfallschäden oder zur Anzahl der Vorbesitzer enthalten.Bei der Langlebigkeit der heutigen Fahrzeuge, ist es nicht ungewöhnlich, dass das Fahrzeug vor dem Verkäufer schon mehrere Besitzer hatte. Der Verkäufer schränkt dann seine Erklärungen zu diesen Fragen häufig mit ...
Betriebsgefahr und Richtgeschwindigkeit

Betriebsgefahr und Richtgeschwindigkeit

Nach dem Motto "Freie Fahrt für freie Bürger" wird die Richtgeschwindigkeit von 130 km/h auf deutschen Autobahnen gerne überschritten. Schließlich hat man nicht umsonst einiges in einen leistungsstarken Motor investiert. Kommt es allerdings zu einem Unfall, kann man sich nicht mehr auf dieses Motto berufen und wird zur Mithaftung herangezogen, wenn der Unfall bei Einhaltung der ...
Das Fahrrad und der Zebrastreifen

Das Fahrrad und der Zebrastreifen

Fußgängerüberwege werden häufig als Zebrastreifen bezeichnet. Wer mit seinem Fahrrad über einen Zebrastreifen radelt und dabei von einem Auto erfasst wird, wird bei der Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen schnell merken, dass die offizielle Bezeichnung nicht ohne Grund Fußgängerüberweg lautet. Das Landgericht Frankenthal wies in seiner Entscheidung vom 09.12.2010 (Az.: 2 S 193/10) ...
Das umgekippte Motorrad

Das umgekippte Motorrad

Viele vermeiden es, ihr Auto neben einem geparkten Motorrad abzustellen. Meist aus Angst, dass dieses umfallen und ihr Auto beschädigen könnte und den damit verbundenen Unannehmlichkeiten. Was ist aber, wenn der Fall tatsächlich eintritt, besteht die Möglichkeit, den Motorradhalter in die Verantwortung zu nehmen?Der (Motorrad-)halter hat zwar für die Betriebsgefahr seines Fahrzeuges auch ...
Der Idealfahrer und ein Aufschiebeunfall

Der Idealfahrer und ein Aufschiebeunfall

Auch ein Idealfahrer muss im fließenden Verkehr nicht jeweils einen solch großen Abstand zu dem vorausfahrenden Fahrzeug halten, dass er auch für den Fall, dass ihm ein beliebig schweres Fahrzeug mit beliebig hoher Ausgangsgeschwindigkeit auffährt, durch die von den genannten Parametern abhängige kollisionäre Geschwindigkeitsänderung keinesfalls auf das vorausfahrende Fahrzeug aufgeschoben ...

Generic selectors
Exact matches only
Search in title
Search in content
Post Type Selectors
finanzlexeintrag
urteileintrag
verslexeintrag
expertenbeitrag
tippeintrag
experte
glossareintrag

Anzeige

Rechtsschutzversicherung-Berlin-vergleichen-abschliessen-Versicherungsmakler-Berlin-Agentin-Andre-Boettcher

Verbraucherüberblick

Fragen?  »  ✆ 030.56 555 940

✉ Kontakt

Anzeige

Versicherungslexikon

Glossar

Anzeige

Rechtsschutzversicherung-Berlin-Rechtsschutz-Berlin-vergleichen-abschliessen-Versicherungsmakler-Berlin-Andre-Boettcher-Agentin

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Rechtsschutzversicherung-Berlin-abschliessen-Rechtsschutz-Berlin-vergleichen-Versicherungsmakler-Berlin-Andre-Boettcher-Agentin

Anzeige

AGENTIN-André-Böttcher-Versicherungsmakler-Berlin-Versicherung-Vorsorge

Ihre Nachricht an mich

Datenschutz

11 + 7 =

Ich stimme den Datenschutzbestimmungen zu.

Anzeigen powered by TarifCheck