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Optionsschein

19. August 2022
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Optionsschein

Der Optionsschein (engl. Warrant) ist ein Finanztermingeschäft, das den Inhaber des Optionsscheins innerhalb einer vorgeschriebenen Zeitspanne den Bezug von Aktien, Edelmetallen, Devisen etc. zu einem zuvor festgelegten Preis berechtigt.

Früher wurden Optionsscheine zusammen mit einer Anleihe  (Anleihe cum) emittiert. In der heutigen Zeit ist es jedoch auch möglich, dass die Anleihe einzeln (Anleihe ex) oder nur der Optionsschein an sich gehandelt werden kann.

Zu beachten ist, dass Optionsscheine aufgrund ihrer Hebelwirkung (siehe Beispiel) ein überdurchschnittlich hohes Risiko aufweisen und sind daher eher für spekulative und/oder sehr erfahrene Anleger geeignet sind. Das Besondere an Optionsscheinen ist, das sich die Kursentwicklung des Optionsscheins anhand des entsprechenden Basiswertes (z. B. die Aktie) nicht nur orientiert, sondern sich sogar überproportional auswirkt.

Beispiel für Optionsscheine:

Eine Aktie kostet an der Börse 50 €, ein entsprechender Optionsschein berechtigt diese Aktie zu einem späteren Zeitpunkt zu 40 € zu kaufen. Daraus folgt, dass der Optionsschein mindestens einen Preis (genannt „innerer Wert“ des Optionsschein) von 10 € hat, in der Praxis ist dieser Preis aufgrund der Laufzeit des Optionsscheins jedoch höher, z. B. 15 €.

Wenn ein Anleger die Aktie direkt erwirbt, zahlt er z. B. 50 €, beim Bezug der Aktie über den Optionsschein würde er 40 €+15 € = 55 € bezahlen (diese Differenz nennt man bei Optionsscheinen Aufgeld). Wenn der Kurs der Aktie jedoch auf 70 € steigt, steigt auch der entsprechende Optionsschein. Falls der Anleger die bezogene Aktie bei 70 € verkauft, hat er 55 € bezahlt und einen Gewinn von 15 € erzielt.

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