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Rettungspflicht

19. August 2022
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Rettungspflicht

Bei der Rettungspflicht handelt es sich nicht – wie vielleicht im ersten Moment angenommen – um den Schutz oder die Rettung einer Person. Man findet die Rettungspflicht in diversen Sach- versicherungen. Bei dem Eintritt eines Versicherungsfalls (versicherter Schaden) ist der Versicherungsnehmer

verpflichtet nach Möglichkeit für die Abwendung und Minderung des Schadens in der Rettungspflicht zu sorgen. Weiterhin muss der Versicherungsnehmer bei der Rettungspflicht den Weisungen des Versicherers folgen. Sollte es dem Versicherungsnehmer möglich sein Weisungen des Versicherers einzuholen, ist er sogar nach den Regelungen der Rettungspflicht dazu verpflichtet.

Die Möglichkeit nach eigenem pflichtgemäßem Ermessen in der Rettungspflicht zu handeln wird dem Versicherungsnehmer eingeräumt, wenn mehrere Versicherer an einem vorliegenden Schadenereignis beteiligt sind – ein Beispiel:

  • Das versicherte Haus brennt: In diesem Fall kann die Hausratversicherung, die Gebäudeversicherung sowie die Glasversicherung involviert sein.

Werden die oben genannten Obliegenheiten in der Rettungspflicht durch den Versicherungsnehmer verletzt, ist der Versicherer von der Leistungspflicht befreit. Die Voraussetzung für die Leistungsfreiheit des Versicherers in der Rettungspflicht beruht auf folgenden Fakten:

  • Der Versicherungsnehmer hat vorsätzlich gehandelt.
  • Der Versicherungsnehmer hat grob fahrlässig gehandelt.

Sollte der Versicherungsnehmer in der Rettungspflicht grob fahrlässig gehandelt haben, bleibt der Versicherer nur dann von der Leistung befreit, wenn der Schadenumfang tatsächlich auf das grob fahrlässige Handeln des Versicherungsnehmers zurückzuführen ist.

Tipp

Im Schadenfall sollte man grundlegend umgehend – sofern Kenntnis über den Schaden erlangt wurde – den Versicherer informieren und weitere Maßnahmen abstimmen. Weiterhin ist es oft empfehlensert einen Schaden polizeilich zu melden, um ggf. nicht weitere Obliegenheiten zu verletzen.

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